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"Klimaflucht - Bedrohte Lebenswelten" - Start der DGVN-Crowdfundingkampagne

Animation der Ausstellungsfiguren auf dem Bebelplatz in Berlin. Passantinnen und Passanten gehen zwischen den Figuren hindurch.

Animation der Ausstellungsfiguren auf dem Bebelplatz in Berlin.

Die Idee, das Thema "Klimaflucht" der breiten Öffentlichkeit mit einer Wanderausstellung nahe zu bringen und somit dazu beizutragen, es weit oben auf die politische Agenda zu setzen, entstand Ende des Jahres 2011 im Rahmen einer Initiative deutscher Nichtregierungsorganisationen, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Aufmerksamkeit für klimabedingte Flucht und Migration zu schaffen. Nun wird es ernst: Die DGVN möchte die Ausstellungsfiguren bauen und benötigt dafür Ihre Unterstützung!

29 lebensgroße Figuren stehen für Menschen aus allen Weltregionen, die zu Opfern der globalen Klimakatastrophe werden oder uns auf unsere Verantwortung aufmerksam machen. Besucherinnen und Besucher bewegen sich frei zwischen den Figuren, die in kurzen Audiobeiträgen über ihre persönlichen Schicksale, Ängste und Perspektiven berichten. Informationen zu den Folgen des Klimawandels erfährt das Publikum durch ausklappbare Öffnungen an einigen Objekten sowie die Sockel der Figuren. Per QR-Code ist die Ausstellungswebseite erreichbar, die viele Videos sowie umfassende Hintergrundinformationen zu den Klimafolgen liefert.

Logo der Ausstellung. Schriftzug "Klimaflucht"
"Klimaflucht - Bedrohte Lebenswelten" ist eine Wanderausstellung der DGVN, die über die Auswirkungen des Klimawandels informiert. © DGVN

Klimaflucht ist kein abstraktes Phänomen – Klimaflucht geschieht jetzt

Die Ausstellung zielt zum einen darauf ab, die Notlage der von den globalen Klimaveränderungen Betroffenen emotional erfahrbar zu  machen. Klimaflucht ist kein abstraktes Phänomen – Klimaflucht geschieht jetzt. Zum anderen macht sie unsere Verantwortung für das Schicksal der Vertriebenen und den Kampf gegen den Klimawandel deutlich. Industrie- und zunehmend auch Schwellenländer treiben mit ihren enormen Treibhausgasemissionen die globale Erwärmung voran – doch die Folgen des Klimawandels treffen vor allem die Ärmsten der Armen. Menschen aus nahezu allen Weltregionen müssen mit den Konsequenzen leben. Im Unterschied zu reichen Ländern sind die Betroffenen in armen Ländern den Klimakatastrophen jedoch schutzlos ausgeliefert, denn es fehlt ihnen an Mitteln, um sich an die Klimaänderungen anzupassen. So kann eine einzige Flut oder Dürre die Heimat, die komplette Lebensgrundlage und jegliche Perspektive vernichten. Viele der in der Ausstellung dargestellten Situationen handeln von Menschen, die umziehen mussten, oder die vor einer ungewissen Zukunft stehen, deren Lebensgrundlagen bedroht sind. Wird ihnen am Ende nur die Flucht bleiben?

Bau der Figuren - Wir benötigen Ihre Unterstützung!

Es ist bereits viel Vorarbeit für die Ausstellung geleistet worden: Wir haben reale Schicksale von Menschen gesammelt, die vor den Folgen des Klimawandels geflohen sind. Audio-, Video- und Fotomaterial ist vorhanden und auch die zugehörige Homepage zur Ausstellung befindet sich in der Fertigstellung.

Um die Figuren bauen zu können und damit die Ausstellung fertig zu stellen, benötigen wir jedoch Ihre Unterstützung. Wir freuen uns, wenn Sie sich an unserer Crowdfundingkampagne beteiligen! Zunächst geht es darum, dass Sie innerhalb von 30 Tagen einer von 100 Fans unseres Projektes bei der Crowdfundingplattform "Startnext" werden, damit die Finanzierungsphase starten kann. Das ist völlig kostenfrei. Sie müssen sich dafür lediglich bei Startnext registrieren. Außer Ihrer Emailadresse müssen Sie aber keine persönlichen Daten angeben.

HIER können Sie sich unser Projekt anschauen und Fan werden. Sobald sich 100 Unterstützerinnen und Unterstützer gefunden haben, kann dann für den Bau der Ausstellung "Klimaflucht - Bedrohte Lebenswelten" gespendet werden.

Wir freuen uns über jeden Fan und jede kleine und große Spende!

Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Ausstellungshomepage
Zur Ausstellung gehört auch eine eigene Website. Sie klärt über die Schicksale der in der Ausstellung vorgestellten Betroffenen auf und bietet weitergehende Informationen an - z.B. über den ökologischen Fußabdruck. © DGVN

Crowdfunding - Wie funktioniert das?

"Crowdfunding" oder seltener "Schwarmfinanzierung" ist eine Art der Finanzierung. Mit dieser Methode der Geldbeschaffung lassen sich Projekte, Produkte, die Umsetzung von Geschäftsideen und vieles andere finanzieren. Die Kapitalgeber sind eine Vielzahl von Personen – in aller Regel bestehend aus Internetnutzern, da zum Crowdfunding meistens im Internet aufgerufen wird.

Die DGVN nutzt zur Finanzierung der Klimaflucht-Ausstellung die Crowdfunding-Plattform "Startnext".

Crowdfunding ist dadurch charakterisiert, dass die Geldgeber ihr Geld zurückbekommen, wenn die Zielsummer nicht erreicht wird. Für jede Unterstützung gibt es ein entsprechendes "Dankeschön". Wenn Sie ohne Gegenleistung Geld für unser Projekt geben, erhalten Sie eine Spendenbescheinigung. Ihre Spende ist steuerabzugsfähig.

 


Copyrights zum ersten Bild: This work is a derivative of "Bebelplatz looking South" by Ranunculoid used under CC BY-SA 3.0. This picture is licensed under CC BY-SA 3.0.)

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