Vereinte Nationen und internationale Organisationen

Die Aufgaben der UN in Bezug auf den Klimawandel sind vielfältig und reichen von konkreten Aktivitäten vor Ort zum Schutze der Betroffenen vor den Auswirkungen des Klimawandels bis hin zu Politikempfehlungen und Gestaltung der internationalen Klimapolitik. Unumstritten gelten die Vereinten Nationen als das zentrale Forum zum Thema Klimawandel und globaler Klimaschutz. „Die Vereinten Nationen sind gleichermaßen Antreiber und Handlungsrahmen der internationalen Klimapolitik", heißt es dazu in einem Hintergrundbeitrag der Zeitschrift VEREINTE NATIONEN. Heute steht die internationale Klimapolitik vor entscheidenden Weichenstellungen. Bis Ende 2015 soll ein neues UN-Klimaabkommen ausgehandelt werden und 2020 in Kraft treten. Nur wenn es gelingt, darin verbindliche und substanzielle Emissionsreduzierungen zu vereinbaren, kann der globale Klimawandel auf ein handhabbares Maß begrenzt werden. 

Auf den Seiten dieses Portal stellen wir zahlreiche wichtige Akteure von Klimaschutz und Klimapolitik im UN-System vor. Nachfolgend finden Sie Links zu der Darstellung der Organisationen und ihrer Programme: 

  • UN-Klimakonferenzen Vereinte Nationen & int. Organisationen

    Die „kleine“ Klimakonferenz in Bonn vom 8.-18. Mai 2017

    Ein großer heller Sall mit Posterstellwänden, viele Menschen sehen sich interessiert um oder unterhalten sich

    Indien und China werden ihre Klimaziele bis 2030 übererfüllen. Das besagt eine Untersuchung, die letzte Woche auf der Klimakonferenz in Bonn vorgestellt wurde. Der US-Präsident verzögert seine Stellungnahme zum Klimaschutz weiterhin. Kommt es zu einer deutlichen Gewichtsverlagerung um die politische Willensstärke im weltweiten Kampf gegen den Klimawandel?

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  • Vereinte Nationen & int. Organisationen

    UN-Preis: Klimaschutzvorreiter gesucht

    Blick auf ein Tal in dem dichter Nebel steht, davor sieht man die Netze, die das Neblwasser auffangen soll

    Auch in diesem Jahr hat das Klimasekretariat UNFCCC den Wettbewerb „Momentum for Change Awards 2017“ ausgerufen. Organisationen, Städte, Unternehmen und andere Akteure weltweit können sich bis zum 9. April mit ihren innovativen Klimaschutzmaßnahmen und Anpassungsstrategien bewerben und Initiativen vorstellen, die zum Handeln inspirieren und zum Nachahmen anregen.

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  • Vereinte Nationen & int. Organisationen

    Marrakesch: UN-Klimakonferenz im Schatten der US-Präsidentschaftswahlen

    Im Gegenlicht aufgenommenes Foto von den Länderfahnen

    „Die Bedrohung durch den Klimawandel ist real – aber unsere Antwort auf die Bedrohung ist es auch", betonte Patricia Espinosa, die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats UNFCCC am Ende der zweiwöchigen UN-Klimakonferenz in Marrakesch/Marokko: „Lasst uns am Montag wieder mit der Arbeit beginnen! Es ist wirklich viel zu tun." Auch viele Umweltschützer und Politiker sehen den Kampf gegen die globale Erwärmung nach dieser Klimakonferenz auf einem guten Weg.

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  • UN-Klimakonferenzen Vereinte Nationen & int. Organisationen Ziele für nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030

    Klimakonferenz in Marrakesch: Lackmustest für das Pariser Abkommen

    Die in Rekordzeit erfolgte Ratifizierung des Pariser Abkommens ist ein ermutigendes Signal. So konnte das Pariser Abkommen noch vor der Konferenz von Marrakesch völkerrechtlich in Kraft treten. Die Umsetzung seiner Inhalte wird aber dadurch nicht zum Selbstläufer, schreiben Steffen Bauer und Clara Brandi in der Aktuellen Kolumne des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik. Deren transformativer Anspruch bedeute eine radikale Abkehr vom „business as usual“. Das Pariser Abkommen müsse daher im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen (SDGs) der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung umgesetzt werden.

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  • Vereinte Nationen & int. Organisationen

    Klimaabkommen: Ratifizierungsprozess im Eiltempo

    Der amerikanische Außenminister John Kerry spricht auf dem Podium

    „Die bemerkenswert große Unterstützung für das Abkommen bringt die Dringlichkeit und das Ausmaß der Herausforderung zum Ausdruck. Die Emissionen steigen weiter. Das Gleiche gilt für das globale Thermostat – und für die Risiken.“ UN-Generalsekretär Ban Ki-moon lud die Regierungen der Welt für den 21. September 2016 zu einem „special event“ nach New York ein, um am Rande der Generalversammlung den Prozess der Ratifizierung des Klimaabkommens von Paris zu beschleunigen. Dies ist ihm gelungen, denn 31 Staaten brachten ihre Ratifizierungsurkunden mit nach New York.

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  • Vereinte Nationen & int. Organisationen

    UN-Klimaabkommen tritt bald in Kraft

    Ban schüttelt Obama die Hand, direkt dahinter steht Xi

    „Eines Tages sehen wir dies vielleicht als den Moment an, an dem wir uns endlich entschlossen haben, unseren Planeten zu retten.“ So bewertete US-Präsident Barack Obama am 3. September 2016 den Abschluss des Klimaabkommens von Paris Ende letzten Jahres und den Prozess seiner Ratifizierung. Öffentlichkeitswirksam übergaben die Präsidenten Chinas und der USA ihre Ratifizierungsurkunden dem UN-Generalsekretär Ban Ki-moon kurz vor dem offiziellen Beginn des G20-Gipfels in Hangzhou.

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  • Vereinte Nationen & int. Organisationen

    Weltklimarat IPCC: 1,5 Grad Celsius und nicht mehr

    Kleiner Sitzungssaal: Die sechs Leute im Podium haben einen engen Kontakt zu den TeilnehmerInnen vor ihnen

    Nicht mehr als 1,5 Grad Celsius! So lautete in den letzten Jahren immer wieder die Forderung der Inselentwicklungsländer bei internationalen Klimaverhandlungen. Lange Zeit blieben sie ungehört, denn viele andere Regierungen waren der Auffassung, es werde schon mühsam genug werden, den globalen Temperaturanstieg auf 2 Grad Celsius zu begrenzen. Aber bei der UN-Klimakonferenz in Paris im Dezember 2015 wurden die 1,5 Grad als anzustrebendes Ziel in das internationale Klimaabkommen aufgenommen. Nun beschäftigt sich der Weltklimarat wissenschaftlich fundiert mit der Frage, welche Konsequenzen ein Temperaturanstieg von 1,5 Grad haben würde und – vor allem – was getan werden muss, um dieses Ziel zu erreichen.

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  • Vereinte Nationen & int. Organisationen

    Klimaverhandlungen in Bonn: Steigender Handlungsdruck und mühsame Kompromisssuche

    Figueres spricht konzentriert

    „Sie können zufrieden sein!“, lautete eine Kernaussage in der Eröffnungsansprache von Christiana Figueres an die Teilnehmer der UN-Klimaverhandlungen in Bonn vom 16. bis 26. Mai 2016. Die Exekutivsekretärin des UN-Klimasekretariats bewertete das Klimaabkommen von Paris vom letzten Dezember als „historischen Erfolg“. Nun komme es darauf an, es durch einen wirksamen Klimaschutz mit Leben zu füllen. Die französische Umweltministerin Ségolène Royal fügte hinzu, in Paris sei das Fundament gelegt worden, jetzt gehe es darum, die Wände und das Dach zu bauen.

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  • Vereinte Nationen & int. Organisationen

    Internationaler Tag für die biologische Vielfalt

    Der 22. Mai ist der Internationale Tag der biologischen Vielfalt. Klimawandel, Zerstörung von Wäldern und wichtigen Lebensräumen, Verschmutzung und Übernutzung oder Wilderei tragen direkt zum Artenschwund bei. 2012 gründeten die Vereinten Nationen die Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES), ein zwischenstaatliches Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung im Bereich der Biodiversität – vergleichbar mit dem Weltklimarat IPCC. In der "Aktuellen Kolumne" des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik beschreibt Carmen Richerzhagen die Arbeit des UN-Gremiums und die Herausforderungen der Staatengemeinschaft im Kampf gegen Biodiversitätsverlust.

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  • Vereinte Nationen & int. Organisationen

    UN-Klimaabkommen unterzeichnet: „Jeder hat die Verantwortung, seinen Teil beizutragen“

    Farbenfrohes Logo mit einem grünen Blatt in der Mitte

    „Dies ist ein historischer Augenblick. Niemals zuvor hat eine solch große Zahl von Ländern ein internationales Abkommen an einem einzigen Tag unterzeichnet", verkündete UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am 22. April 2016 in New York bei einer feierlichen Zeremonie zur Unterzeichnung des Klimaabkommens von Paris. Er forderte die Staaten zu einer möglichst raschen Ratifizierung des Abkommens auf, damit es völkerrechtlich bindend wird. Der UN-Generalsekretär hob hervor, das Klimaabkommen habe die Kraft, eine bessere Welt aufzubauen". Er beschrieb die Dramatik des Kampfes gegen den Klimawandel mit diesen Worten: „Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit.“

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  • Weitere Nachrichten im Archiv

Klimaschutz und die Vereinten Nationen im Überblick

Neu: UN-Basis-Information 48 interaktiv

Titelbild von UN-Basisinformation 48 Klimaschutz und Vereinte Nationen

 ...und als Druckversion.

UN verstärkt Meeresschutz

UN-Klimaabkommen UNFCCC

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Seit Ende der 1980er Jahren ist international das Bewusstsein dafür gewachsen, welche katastrophalen Folgen der globale Klimawandel hat und in Zukunft noch haben wird. Seither wird international und in vielen Ländern versucht, den Klimawandel zu begrenzen und mit den Folgen des nicht mehr zu vermeidenden Klimawandels fertig zu werden. 1992 wurde bei der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro/Brasilien das „Rahmenabkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen“ verabschiedet. Nach seiner englischen Bezeichnung „United Nations Framework Convention on Climate Change“ wird das Abkommen UNFCCC abgekürzt. Das Abkommen trat 1994 in Kraft und wurde inzwischen von 193 Regierungen sowie die Europäische Union ratifiziert. Wichtigstes Ziel des Abkommens ist es, die Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre auf einem Niveau zu stabilisieren, das eine gefährliche Störung des globalen Klimasystems verhindert.

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IPCC - Weltklimarat

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Der globale Klimawandel ist ein sehr komplexes Problemfeld, in dem ein rasches und entschiedenes Handeln der Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft erforderlich ist. Dafür benötigen sie fundierte und möglichst objektive Informationen über die Ursachen von Klimaänderungen, ihren Folgen sowie aussichtsreiche Möglichkeiten zur Begrenzung des Klimawandels und zur Anpassung an nicht mehr vermeidbare Folgen dieses Prozesses. Deshalb haben die Weltorganisation für Meteorologie WMO und das UN-Umweltprogramm UNEP 1988 den Zwischenstaatlichen Ausschuss für Klimaänderung (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC gegründet. In Deutschland wird IPCC häufig als Weltklimarat bezeichnet.

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WMO - Weltorganisation für Meteorologie

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Wetter- und Klimainformationen und -vorhersagen können Leben retten. Und sie sind angesichts des globalen Klimawandels mit einer wachsenden Zahl von Extremwetterereignissen noch wichtiger als früher. Deshalb findet die Arbeit der „Weltorganisation für Meteorologie“ (World Meteorological Organization – WMO) vermehrte Beachtung. Die WMO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, der gegenwärtig 189 Staaten angehören. Sitz des Sekretariats der 1950 gegründeten Organisation ist Genf. Die alle vier Jahre stattfindenden Kongresse sind das höchste Beschlussorgan der WMO. Generalsekretär der Organisation ist Michel Jarraud.

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GCOS - Klimabeobachtungssystem

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Die Auswertung von globalen Klimadaten und die Erarbeitung von Klimamodellen für die Zukunft sind äußerst komplexe Prozesse, für die sehr leistungsfähige Computer eingesetzt werden. Aber diese Analysen können nur so zuverlässig sein wie die Ausgangsdaten für die Berechnungen. International hat man sich auf 50 Werte geeinigt, die in der Luft, auf dem Boden und im Meer weltweit regelmäßig gemessen und von den Klimaforschungszentren ausgewertet werden sollen. Dafür ist neben Satelliten ein Netzwerk von Klimabeobachtungsstationen rund um den Globus erforderlich. Viele Stationen in Entwicklungsländern verfügten Anfang der 1990er Jahre nur über eine betagte und kaum mehr funktionsfähige technische Ausstattung. Deshalb wurde bei der zweiten Weltklimakonferenz das „Global Climate Observing System“ (GCOS) ins Leben gerufen. 

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UNEP - UN-Umweltprogramm

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„UNEP arbeitet mit Ländern zusammen, um deren Fähigkeiten zu stärken, sich an den Klimawandel anzupassen, sich auf Gesellschaften mit geringen CO2-Emissionen hinzubewegen, das Verständnis für Erkenntnisse der Klimawissenschaft zu stärken und das öffentliche Bewusstsein für das sich verändernde Klima der Erde zu erhöhen.“ So beschreibt das UN-Umweltprogramm (United Nations Environmental Programme – UNEP) sein Klimaengagement.

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UNDP - UN-Entwicklungsprogramm

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Das „United Nations Development Programme“ (UNDP) unterstützt die Anstrengungen der wirtschaftlich armen Länder der Welt zur Überwindung von Armut, Hunger und anderen Entwicklungsproblemen. Außerdem koordiniert das UN-Entwicklungsprogramm vielerorts die langfristig angelegte Entwicklungsarbeit der verschiedenen UN-Organisationen und -Programme. UNDP ist in 177 Länder der Welt mit eigenen Büros vertreten. Da in den letzten Jahren zunehmend deutlich geworden ist, dass bisherige Entwicklungserfolge und das Engagement für die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen durch den globalen Klimawandel bedroht sind, setzt sich UNDP verstärkt für wirksame Anpassungsmaßnahmen an Klimaänderungen und konkrete Schritte zur Begrenzung dieser Prozesse ein.

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GEF - Globale Umweltfazilität

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Die Globale Umweltfazilität (Global Environment Facility – GEF) ist das internationale Finanzierungsinstrument für den globalen Umweltschutz. Im Rahmen von GEF werden vor allem Projekte in Entwicklungsländern gefördert. GEF ist heute die bedeutendste öffentliche Einrichtung zur Förderung von internationalen Umweltvorhaben.

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UNESCO - Organisation der UN für Bildung, Wissenschaft und Kultur

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Die UNESCO, die „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organzation“, wurde bereits 1946 gegründet. Sie gehört damit zu den ältesten UN-Sonderorganisationen und soll die Zusammenarbeit zwischen den Völkern auf den Gebieten Bildung, Wissenschaft und Kultur fördern. Sitz der Organisation ist Paris.

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UNU – Universität der Vereinten Nationen

Logo UNU

Die „United Nations University“ (UNU) wurde 1973 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Tokio/Japan. Es ist die internationale Forschungsgemeinschaft der Vereinten Nationen, die vielfältige Forschungsarbeiten durchführt, Postgraduiertenprogramme anbietet und Verbindungen zwischen UNO und akademischer Welt schafft. Die Universität der Vereinten Nationen hat Standorte in mehr als einem Dutzend UN-Mitgliedsländern.

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