UNU – Universität der Vereinten Nationen

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Die „United Nations University“ (UNU) wurde 1973 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Tokio/Japan. Es ist die internationale Forschungsgemeinschaft der Vereinten Nationen, die vielfältige Forschungsarbeiten durchführt, Postgraduiertenprogramme anbietet und Verbindungen zwischen UNO und akademischer Welt schafft. Die Universität der Vereinten Nationen hat Standorte in mehr als einem Dutzend UN-Mitgliedsländern.

Einer dieser Standorte ist Bonn, wo u. a. das „Institut für Umwelt und menschliche Entwicklung“ (UNU-EHS) beheimatet ist. Das Institut, das eng mit der Universität Bonn zusammenarbeitet, konzentriert sich auf die umweltbezogene wissenschaftliche Arbeit. Dabei spielen Fragen des Klimawandels und seiner Folgen eine zunehmend wichtige Rolle. Fachleute des Instituts beteiligen sich u. a. an der Erarbeitung der Berichte des Weltklimarates IPCC und an der Durchführung wissenschaftlicher Begleitveranstaltungen bei den UN-Klimakonferenzen.

Klimawandel, Umweltprobleme und Migration

Ein Beispiel für die international vernetzte Forschungsarbeit zu Umwelt- und Gesellschaftsthemen ist das Netzwerk „Climate Change, Environment and Migration Alliance“ (CCEMA). Seit 2008 befasst sich eine Allianz unterschiedlicher Akteure mit Fragen von Klimawandel, Umwelt und Migration. Dazu gehören neben dem Institut für Umwelt und menschliche Entwicklung u. a. das UN-Umweltprogramm UNEP, das UN-Koordinationsbüro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA), die Stiftung einer Versicherung, der WWF und mehrere Organisationen und Forschungseinrichtungen zu Migrationsfragen.

Gemeinsam wollen sie Forschungsarbeit betreiben, ein neutrales und offenes Forum bieten und das Bewusstsein in Politik und Öffentlichkeit zum Zusammenhang von Klimawandel, Umweltschädigungen und Migration erhöhen. Außerdem sollen Regierungen dabei unterstützt werden, möglichst wirksam auf die Herausforderungen zu antworten, die sich aus den komplexen Zusammenhängen von Klima- und Umweltveränderungen mit Migrationsprozessen ergeben.

Die Forschungsarbeit des Instituts schlägt sich nieder in zahlreichen Studien und Berichten, zum Beispiel zu den Möglichkeiten zum Aufbau von Versicherungssystemen in der Karibik als Teil der Anpassung an Klimarisiken oder zu der Berechnung von Verlusten und Schäden in Entwicklungsländern als Folge des Klimawandels.