UN-Energy

EN-Energy Logo

Da es innerhalb des UN-Systems keine speziell für Energiefragen zuständige Organisation gibt, wurde UN-Energy 2004 als koordinierende Stelle für die mehr als 20 mit Aspekten der Energiethematik befassten UN-Einrichtungen geschaffen. Die drei Schwerpunkte, um die herum sich die Arbeit von UN-Energy gruppiert, sind: Zugang zu Energie, erneuerbare Energie und Energieeffizienz. Für jeden dieser Bereiche haben jeweils zwei UN-Organisationen die Federführung übernommen.

Innerhalb des UN-Systems bemüht UN-Energy sich um eine Förderung des Informationsaustausches, die Ermutigung und Ermöglichung gemeinsamer Programme und die Entwicklung eines aktionsorientierten Engagements. Angesichts des besonders hohen Koordinierungs- und Entwicklungsbedarfs in dieser Region wurde zusätzlich „UN-Energy Africa“ geschaffen.

Energieeffizienz und erneuerbare Energie

Viele Initiativen von UN-Energy haben den Zugang zu erneuerbarer Energie zum Ziel, damit alle Menschen und Wirtschaftsunternehmen elektrischen Strom nutzen können, ohne dass das Klima über Gebühr belastet wird. Ebenso wird versucht, die Energieeffizienz in allen Teilen der Welt zu erhöhen und so die Verschwendung von Energie einzudämmen. Auf diesen Gebieten engagiert sich u. a. UNIDO und hat ein spezielles Programm für nachhaltige Energie in den kleinen Inselentwicklungsländern ins Leben gerufen. Das UN-Umweltprogramm UNEP unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen in Entwicklungsländern, die auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie tätig sind.

Die von UN-Energy koordinierten UN-Organisationen und -Programme beschränken sich nicht auf einzelne Projekte, sondern unterstützen die Regierungen auch dabei, den Übergang zu einer Energiewirtschaft auf der Grundlage der Erzeugung von erneuerbarer Energie zu planen und umzusetzen. Diese Energiekonzepte werden eingebunden in umfassende nachhaltige Entwicklungskonzepte. Auf diesem Gebiet arbeitet u. a. das UN-Entwicklungsprogramm UNDP .

Licht für Afrika

Ein Beispiel gemeinsamer Initiativen von UN-Einrichtungen und Weltbank ist das Programm „Ligthing Africa“ an dem sich IFC („International Finance Corporation“), Weltbank, GEF, UNDP und UN-Habitat beteiligen. Gemeinsames Ziel ist es, bezahlbare, saubere und effiziente Beleuchtungs- und Energielösungen für viele Millionen afrikanischer Familien zu entwickeln und einzuführen, die bisher nicht an das Stromnetz angeschlossen sind und dies in absehbarer Zeit auch nicht werden. Es werden u. a. preiswerte Lösungen mit Solarpanelen und LED-Leuchten erprobt und zur Serienreife gebracht. Lokale Industrieunternehmen sollen dadurch in die Lage versetzt werden, preisgünstige und klimafreundliche Anlagen zur Erzeugung von Strom und Beleuchtung zu produzieren.

Zu erwähnen sind auch der Technologietransfer und die diversen Aus- und Fortbildungsangebote auf den Gebieten Energieeffizienz und erneuerbare Energie. Daran ist u. a. die UNESCO beteiligt.