Politik und Gesellschaft

Der Klimawandel ist zu einem wichtigen Thema internationaler Verhandlungen geworden.

Der globale Klimawandel und seine Folgen sind inzwischen zu einem wichtigen Thema in der nationalen Politik vieler Länder und in internationalen politischen Verhandlungen geworden. Nationale Programme zum Klimaschutz wurden von vielen Staaten verabschiedet oder werden zumindest diskutiert. In internationalen Verhandlungen wie den G20-Treffen stehen Klimathemen mittlerweile regelmäßig auf der Tagesordnung. Allerdings fehlt häufig noch die Bereitschaft von Politikerinnen und Politikern, Entscheidungen zu treffen, die von einflussreichen nationalen Interessengruppen abgelehnt werden oder die den – kurzfristig verstandenen – Interessen der heimischen Wirtschaft zu widersprechen scheinen.

Deshalb ist das Klima- und Umweltengagement zivilgesellschaftlicher Gruppen von großer Bedeutung, um zu erreichen, dass die notwendigen kurzfristigen Schritte unternommen werden, den globalen Klimawandel zu begrenzen. Ebenso gilt es in den Industriestaaten, politische Mehrheiten dafür zu schaffen, dass den wirtschaftlich ärmeren Ländern rasch geholfen wird, überlebenswichtige Anpassungsmaßnahmen an die nicht mehr zu vermeidenden Folgen des Klimawandels zu treffen. Länder wie Bangladesch, die nur geringfügig die globale Klimaerwärmung verursacht haben, leiden sehr stark unter den Folgen des Klimawandels.

Wichtig ist es auch, ärmeren Ländern Technologien zugänglich zu machen, mit denen sie klimaschädliche Emissionen vermindern und Anpassungsmaßnahmen wirksam gestalten können. Damit solche Maßnahmen wirksam durchgeführt werden können, bedarf es der demokratischen Mitwirkung der lokalen Bevölkerung an der Planung und Durchführung aller Vorhaben. Besonders wichtig ist die Beteiligung von Frauen, die bisher oft völlig unzureichend ist.

Das politische und entwicklungspolitische Engagement muss – schon um der eigenen Glaubwürdigkeit willen – mit einem ganz konkreten Einsatz für den Klimaschutz in der eigenen Kommune und im eigenen Haushalt verbunden werden. Unter dem Navigationspunkt „Aktiv werden“ finden Sie viele Anregungen, was Sie selbst für den Klimaschutz tun können.

  • Politik & Gesellschaft

    Maßnahmen in Deutschland zum Klimaschutz

    Titelseite der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

    Die aktualisierte Deutsche Nach­haltig­keitsstrategie hat einen neuen Aufbau und orientiert sich an den 17 globalen nachhaltigen Entwicklungszielen der UN-Agenda 2030 (Sustainable Development Goals, SDGs). In Punkt 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ werden die umgehenden Maßnahmen der Bundesregierung zur Bekämpfung des Klimawandels konkretisiert. Welche das insbesondere innerhalb Deutschlands sind, soll hier einmal beleuchtet werden.

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  • Politik & Gesellschaft

    Essen – Grüne Hauptstadt Europas 2017

    Essen von oben, im Vordergrund ein großer Park mit vielen Bäumen und im Hintergrund die Stadt mit hohen Gebäuden

    Am 21. Januar 2017 findet in Essen die offizielle Eröffnungs­veranstaltung zur diesjährigen Grünen Hauptstadt Europas statt. Mit einem großen Bürgerfest wird in der ehemaligen Kohlehochburg in das Jahr gestartet, in dem die Bürgerinnen und Bürger mit vielen Projekten zeigen wollen, wie das funktioniert: Das grüne Wunder, als Beispiel für die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und der Agenda 2030.

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  • Ziele für nachhaltige Entwicklung/Post-2015

    Innovative Politik für transformativen Wandel: UNRISD Flagship-Bericht zur Umsetzung der Agenda 2030

    Das Forschungsinstitut der Vereinten Nationen für soziale Entwicklung (UNRISD) hat Ende 2016 seinen Flagship-Bericht zur Umsetzung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung veröffentlicht. Der Bericht unter dem Titel "Policy Innovations for Transformative Change" hilft, die Komplexitäten der Agenda 2030 aufzulösen, indem er zahlreiche Politikinnovaationen aus dem globalen Süden aufgreift. Die DGVN hat eine übersetzte deutsche Kurzfassung des Berichts herausgegeben.

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  • Menschenrechte & Ökologie

    Ernährungssicherheit trotz Klimawandel: ohne Wasser nicht zu haben

    © UN Photo/WFP/Phil Behan

    Die Anpassung der afrikanischen Landwirtschaft an den Klimawandel war endlich ein Thema der 22. Vertragsstaaten-konferenz der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in Marrakesch. Ernährungssicherung kann nur erreicht werden, wenn jetzt überfällige Investitionen in Bewässerungsinfrastruktur und -institutionen getätigt werden.

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  • Politik & Gesellschaft

    Aktueller Forschungsstand zum Klimawandel in Deutschland

    Titelseite des Berichts mit Link zur Website der Herausgeber

    2016 ist nach Angaben der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) das heißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen. Für die Zukunft lassen Klimaprojektionen insbesondere bei unverminderter Treibhausgasemission eine deutliche Erhöhung der bereits beobachteten Entwicklung erwarten. Welche Orte und Regionen in Deutschland könnten besonders betroffen sein? Über Hundert Wissenschaftler haben jetzt fächerübergreifend den Klimawandel in Deutschland unter die Lupe genommen.

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  • Konflikte & Brennpunkte

    Präsident Trump: Zwischen Isolationismus und Kraftmeierei

    Donald Trump, der gewählte 45. Präsident der USA, auf einer Veranstaltung im Jahr 2011. Foto: Gage Skidmore

    Es gehört zu einer beliebten Übung der Europäer, die Außenpolitik der Vereinigten Staaten zu kritisieren. Jetzt wo Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA gewählt ist, wird sich so mancher die alte Ordnungsmacht USA wohl bald zurückwünschen. Es deutet vieles darauf hin, dass die gefährliche Mischung aus Trumps Kraftmeierei und Isolationismus die Welt zu einem unsichereren Ort machen wird und Autokraten in das entstehende Machtvakuum stoßen. Auch die Vereinten Nationen könnten an Bedeutung verlieren. Ein Kommentar von Mirko Vossen.

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  • Politik & Gesellschaft

    Ein Ergebnis des Klimaabkommens: Verstärkte Aufforstung in Kenia

    Zwei Waldarbeiter fällen mit einer Kettensäge ohne jegliche Schutzbekleidung einen großen Baum

    „Dieses Programm beinhaltet die kohärentesten und systematischsten Anstrengungen, um degradierte Wälder und andere Landschaften wiederherzustellen. Es eröffnet uns die Möglichkeit, Armut abzubauen, die Ernährungssicherheit zu erhöhen, dem Klimawandel entgegenzutreten und unsere hochgeschätzte biologische Vielfalt zu bewahren.“ So stellte im September 2016 die kenianische Umweltministerin Judy Wakhungu das ambitionierteste Wiederaufforstungsprogramm in der Geschichte ihres Landes vor.

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  • Politik & Gesellschaft

    Petersberger Klimadialog: Impulse für Umsetzung des Klimaabkommens von Paris

    Foto: BMUB/Thomas Trutschel

    „Es geht darum, Wohlstand zu schaffen und zu sichern – und dies nicht auf Kosten unserer Lebensgrundlagen, sondern auf einem nachhaltigen Weg. Es ist nicht übertrieben zu sagen: Klimaschutz ist nicht mehr und nicht weniger als eine Frage des Überlebens. Lassen Sie uns deshalb das Klimaabkommen mit Leben erfüllen.“ So hat Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Petersberger Klimadialog den Weg beschrieben, der nach dem Abschluss des internationalen Klimaabkommens von Paris beschritten werden muss.

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  • Politik & Gesellschaft

    Klimawandel in Kiribati: Für eine „Migration in Würde“

    An einem Strand gehen zwei junge Menschen entlang, sie sind umgeben von großen Pfützen

    „All die Probleme haben zur Folge, dass ich gezwungen sein werde, meine Heimat zu verlassen und in ein anderes Land zu ziehen. Und das schmerzt mich zutiefst. Es macht mich sehr traurig, denn ich liebe meine Kultur und meine Identität, meine Freunde und meine Schule.“ So hat Kirita Moote, die als Teenager in Kiribati lebt, kürzlich in einem UNICEF-Beitrag ihre Zukunftssorgen beschrieben. Kiribati zählt zu den Staaten der Welt, die am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen ist. Um 5,9 cm ist der Meeresspiegel im Seegebiet des pazifischen Inselstaates in den letzten zwei Jahrzehnten gestiegen. Ebenso beunruhigend sind die heftigen Stürme, die immer wieder größere Teile des kleinen Landes überfluten lassen.

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  • Politik & Gesellschaft

    Welttag der Meteorologie am 23. März: Klimarisiken erkennen und wirkungsvoll handeln

    Ein Titelbild mit glühendem Himmel, Wüste, Gewitter und tobendem Meer

    „Heißer, trockener, nässer – Stellen wir uns der Zukunft“. So lautet das Thema des diesjährigen „Welttages der Meteorologie“. Der Welttag wird jedes Jahr am 23. März begangen und von der „Weltorganisation für Meteorologie“ ausgerichtet. Zur diesjährigen Thematik hat die WMO zahlreiche Fakten und deren Interpretation zusammengestellt. Dadurch werden die ganze Dramatik der Klimasituation und die Notwendigkeit raschen Handelns deutlich.

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