Katastrophen

Zerstörte Häuser nach einem Taifun auf den Philippinen, Foto: Jason Guiterrez/IRIN

„Im Leben der Armen spielen Katastrophen schon heute eine nicht zu übersehende Rolle. Ereignisse wie Dürren, Überschwemmungen und Stürme werden von den Betroffenen oft als furchtbar erlebt; sie bedrohen Menschenleben und verunsichern die Menschen zutiefst.“ So werden im „Bericht über die menschliche Entwicklung 2007/2008“ die Folgen einer ständig zunehmenden Zahl klimabedingter Katastrophen dargestellt. Es wird darauf verwiesen, dass in der zweiten Hälfte des 1970er Jahre weltweit jährlich deutlich weniger als 50 Millionen Menschen von solchen Katastrophen betroffen waren. Anfang unseres Jahrhunderts waren es jedes Jahr bereits weit über 200 Millionen Menschen. 98% der von Klimakatastrophen betroffenen Menschen leben in Entwicklungsländern. Dass sich die Windenergie tropischer Wirbelstürme in den letzten Jahrzehnten verdoppelt hat und weiter zunimmt, lässt das Schlimmste für die Menschen in den Küstenregionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas befürchten. Andernorts nehmen die Dürren an Intensität und Dauer zu.   

Der arme Teil der Bevölkerung im Süden der Welt trägt nur minimal zu den klimaschädlichen Emissionen bei, die den globalen Klimawandel ständig verstärken. Und doch sind vor allem sie die Opfer der Folgen des Klimawandels und dies gilt besonders für Frauen. Klimawandel erscheint oft als ein abstrakter Prozess, nach Katastrophen gewinnt er für die Armen der Welt eine konkrete, bedrohliche Gestalt.

Das Ausmaß vieler Katastrophen lässt sich durch vorbeugende Initiativen stark begrenzen. Beispiele sind der Bau höherer Deiche gegen Flutwellen oder von Wasserreservoirs gegen lange Dürrezeiten. Es gibt viele erfolgreiche Ansätze zur Anpassung an den Klimawandel in Entwicklungsländern, die aber vor allem aus finanziellen Gründen nicht überall verwirklicht werden. Dabei muss verhindert werden, dass die Erfolge jahrelange Entwicklungsanstrengungen bei der nächsten Katastrophe wieder völlig zunichte gemacht werden. Armutsbekämpfung und Maßnahme zum Schutz vor den Folgen des Klimawandels gehören deshalb aufs Engste zusammen.

  • Katastrophen

    Wenn das arktische Eis schmilzt...

    Menschen bis zur Schulter im Wasser, tragen ihre wenigen geretteten Habseligkeiten zu einem Rettungsboot

    Der Klimawandel hat begonnen und beschleunigt sich. Davon sind fast alle Klimafachleute überzeugt. Die UN-Klimakonferenz in Doha/Katar ist ein Anlass, um neue Studien und Berichte zur Entwicklung des Klimawandels zu veröffentlichen, die dies im Detail nachweisen und Perspektiven zur Vermeidung einer Katastrophe globalen Ausmaßes zu entwickeln.

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  • Katastrophen

    Keine nachhaltige Entwicklung ohne Katastrophenvorsorge

    Weltkarte zeigt die Gefährdung für jedes Land.

    Eine zerstörte Umwelt trägt wesentlich zur Erhöhung des Katastrophenrisikos bei. Das zeigt der WeltRisikoBericht 2012, den das „Bündnis Entwicklung Hilft“ veröffentlicht hat.

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  • Katastrophen

    Klimawandel löst gravierende Wetteränderungen in Europa aus

    Wetterkarte von Europa, zentral ein Tiefdruckgebiet

    „Der langfristige Trend zu steigenden Temperaturen ist in Deutschland und weltweit ungebrochen. Kein Land wird von den Folgen des Klimawandels verschont bleiben und kein Land kann diese Herausforderung alleine stemmen.“  Das erklärte der Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD),  Dr. Paul Becker, auf einer Klima-Pressekonferenz am 3. Mai 2012 in Berlin.

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  • Katastrophen

    Mit Mauern und Wissen die Folgen des Klimawandels bekämpfen

    Eine Gruppe von Frauen bearbeiten zusammen ein Feld.

    Anfang April 2012 trafen sich etwa 120 Vertreterinnen und Vertreter afrikanischer Regierungen, Nichtregierungsorganisationen, UN-Einrichtungen und weiterer Organisationen in Nairobi, um über ihre Erfahrungen mit Anpassungsprogrammen zu diskutieren.  Eingeladen zu diesem Workshop hatte die UN-Initiative CC DARE. 

    Viele kleine ermutigende Initiativen machen Hoffnung, dass die Menschen in Afrika den drohenden Entwicklungen nicht machtlos gegenüberstehen werden.

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  • Katastrophen

    ExtremWetterKongress fordert rasches Handeln

    Autos fahren über eine stark überflutete Straße

    Viele Hoffnungen beim Hamburger ExtremWetterKongress vom 20. bis 23. März 2012 richteten sich auf die UN-Konferenz für nachhaltige Entwicklung Rio+20 in Rio de Janeiro im Juni 2012, wo die Weichen für eine umwelt- und klimaschonende Wirtschaftsweise gestellt werden sollen. Der Kongress war mit über 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern das größte jährliche Treffen in Europa für Wissenschaftler aus Wetter- und Klimaforschung. Der Kongress versteht sich als zentrale Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit.

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  • Katastrophen

    Studie zeigt: Risiken durch Katastrophen können weltweit vermindert werden

    „Extreme Naturereignisse müssen nicht unbedingt zu Katastrophen werden, denn Risiko hängt nicht allein von der Gefährdung ab, sondern wird ganz wesentlich durch soziale und wirtschaftliche Faktoren bestimmt“, erklärte Peter Mucke, Geschäftsführer des „Bündnis Entwicklung Hilft“, am 15. Juni 2011 bei der Vorstellung des WeltRisikoBericht in Bonn. Besondere Bedeutung gewinnt der Bericht durch die rasch steigende Zahl von Katastrophen als Folge des globalen Klimawandels.

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  • Katastrophen

    Gefahren durch extreme Niederschläge werden ab 2040 deutlich zunehmen

    Der Klimawandel schreitet weiter voran. Deutschland muss deshalb schon ab dem Jahr 2040 ganzjährig mit einer starken Zunahme extremer Niederschläge rechnen. Damit drohen bereits in drei Jahrzehnten deutlich mehr Schäden durch Überschwemmungen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen sich frühzeitig auf die wachsenden Gefahren durch Wetterextreme vorbereiten. Dieses Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), des Technischen Hilfswerks (THW), des Umweltbundesamtes (UBA) sowie des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu den Auswirkungen des Klimawandels auf extreme Wetterereignisse wurde am 15. Februar 2011 in Berlin von den vier Behörden vorgestellt.

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  • Katastrophen

    Folgen von Katastrophen begrenzen

    Unter Berücksichtigung der Folgen des globalen Klimawandels könnte sich in diesem Jahrhundert die jährliche Schadenssumme durch Katastrophen auf deutlich mehr als 200 Milliarden Dollar erhöhen und damit mehr als verdreifachen. Zu diesem Ergebnis kommt ein gemeinsamer Bericht von Vereinten Nationen und Weltbank zum Thema „Natural Hazards, UnNatural Disasters: The Economics of Effective Prevention“. Die Botschaft des 250-Seiten-Berichts speziell an die Finanzminister der Welt lautet: „Verhinderung zahlt sich aus, aber Sie müssen nicht immer zusätzlich etwas für die Verhinderung zahlen.“

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  • Katastrophen

    "Hitzewelle“ am Nordpol

    Der “Nationale Schnee und Eis Daten Report” (NSIDC-Report) zum Zustand des arktischen Meereis weist einen neuen Rekord-Tiefststand aus. Demnach war die Eisfläche so klein wie in keinem Juni seit Beginn der Satelliten-Aufzeichnungen 1979. Dem Report zufolge ging das Meereis im vergangenen Monat um durchschnittlich 88.000 Quadratkilometer pro Tag zurück. Der Durchschnittswert liegt im Juni normalerweise bei etwa 53.000 Quadratkilometer täglich. Die Umweltschutzorganisation WWF sorgt sich aufgrund dieser Entwicklung über die verbliebenen Eisbär-Vorkommen im Nordpolarmeer. “Es ist kein guter Sommer für die Eisbären mm Nordpolarmeer. Ihr Lebensraum schmilzt ihnen offensichtlich immer schneller unter den Pfoten weg”, sagt Volker Homes, Leiter WWF Artenschutz.

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  • Katastrophen

    Globaler Klima-Risiko-Index 2010

    Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch hat den Globalen Klima-Risiko-Index 2010 heute in Kopenhagen veröffentlicht, demzufolge Bangladesh, Myanmar und Vietnam von 1990 bis 2008 die am schwersten von Wetterextremen betroffenen Länder waren. Betrachtet man lediglich das Jahr 2008, wurden Myanmar, Yemen und Vietnam am stärksten getroffen. Der Index, der auf den Daten der NatCatSERVICE-Datenbank des Rückversicherers Munich Re basiert, zeige die Notwendigkeit einer Antwort des Klimagipfels, betonte die Organisation in Kopenhagen. Den betroffenen Ländern müsse geholfen werden, sich auch an den Klimawandel besser anzupassen.

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Überleben in Turkana

Frauen ergreifen die Initiative

Dürrekatastrophe am Horn von Afrika

OCHA: Klimathemen in der humanitären Hilfe stärker berücksichtigen

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Etwa 70% aller Katastrophen auf der Welt entstehen inzwischen in Zusammenhang mit extremen Wetterereignissen. Vor zwei Jahrzehnten waren es erst 50%. Diese Erkenntnis hat das „Office for the Coordination of Humanitarian Affairs“ (OCHA) der Vereinten Nationen veranlasst, sich intensiv mit den Auswirkungen des globalen Klimawandels auf die Häufigkeit und das Ausmaß humanitärer Notsituationen zu beschäftigen und daraus Konsequenzen für die humanitäre Arbeit zu ziehen. Das zentrale „Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten“ ist im UN-Sekretariat in New York angesiedelt und wird von UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos geleitet.

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WFP: Der Klimawandel erfordert mehr Nothilfe und langfristige Programme

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„Es gibt mehr als eine Milliarde hungernder Menschen auf der Welt – und es besteht die Gefahr, dass der Klimawandel die Zahl der Menschen deutlich erhöhen wird, die von Hunger und Unterernährung bedroht werden.“ Das schreibt das „World Food Programme“ (WFP) der Vereinten Nationen in der Broschüre „Hunger and Climate Change“. Der globale Klimawandel ist dafür verantwortlich, dass es in vielen Regionen der Welt vermehrt zu Dürren und Flutkatastrophen kommt, die die Ernährungsgrundlage von Millionen Menschen zerstören.

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Eine-Welt-Presse

Die aktuelle Ausgabe der Eine-Welt-Presse der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen beschäftigt sich mit humanitären Katastrophen, die zunehmend als Folgen des Klimawandels und schwacher Staaten angesehen werden können und neben der Zivilbevölkerung auch die Helferinnen und Helfer großen Gefahren aussetzen. 

Die Autorinnen und Autoren untersuchen die Folgen der wachsenden Zahl der Katastrophen für die Menschen weltweit. Ziel der verschiedenen Hilfsorganisationen ist der nachhaltige Wiederaufbau sowie der Schutz vor zukünftigen Katastrophen, beispielsweise in den von einem Erdbeben zerstörten Gebieten Haitis oder in den von Fluten bedrohten Gebieten Bangladeschs.

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