Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur UNESCO

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Die UNESCO, die „United Nations Educational, Scientific and Cultural Organzation“, wurde bereits 1946 gegründet. Sie gehört damit zu den ältesten UN-Sonderorganisationen und soll die Zusammenarbeit zwischen den Völkern auf den Gebieten Bildung, Wissenschaft und Kultur fördern. Sitz der Organisation ist Paris.

Im Wissenschaftsbereich fördert die UNESCO die Zusammenarbeit der Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften. Das Programmspektrum reicht von Meereskunde über Biosphärenreservate bis zu Menschenrechten. In diesem Rahmen werden auch vielfältige Aspekte der Klimathematik behandelt. Zu erwähnen ist zum Beispiel das Forum der UNESCO für die wissenschaftliche Beschäftigung mit Fragen der Anpassung an den Klimawandel. Es eröffnet Möglichkeiten des Austausches über langfristige Klimaprojekte und deren Auswirkungen in Bereichen wie Landwirtschaft, Fischerei, Forstwirtschaft, Ozeanografie und alternative Energie.

Komplexen Klimaprozessen auf der Spur

Gemeinsamen mit anderen internationalen Organisationen führt die UNESCO das Weltklimaforschungsprogramm durch, bei dem es um Grundlagenforschung dazu geht, wie das Klimasystem funktioniert und wie Klimaprozesse ablaufen. Dazu werden Forschungsarbeiten in der Atmosphäre, in den Meeren und Ozeanen, auf dem Landeis und auf der Erdoberfläche durchgeführt. Die UNESCO ist auch am Klimabeobachtungssystem GCOS beteiligt, das sich den Ausbau eines weltweiten Netzwerkes von Klimabeobachtungsstationen zum Ziel gesetzt hat.

Im Rahmen der „Ocean Science Section“ der UNESCO wird die Vernetzung der Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Ozeanologie vorangebracht, wozu u.a. Kongresse und Fachtagungen durchgeführt werden. Der KIimawandel bildet einen der vier Forschungsschwerpunkte. Themen sind zum Beispiel der Zusammenhang von Klimaveränderungen und zunehmender Übersäuerung der Ozeane sowie der Einfluss des Klimawandels auf die Korallenriffe.

Wissenschaft im Dienste des Klimaschutzes

In einer ganzen Reihe anderer UNESCO-Programme wie dem „Programm zur Abschätzung der weltweiten Wasservorkommen“ spielen Klimafragen eine wichtige Rolle, wenn zum Beispiel erforscht wird, wie sich der Klimawandel auf die Verfügbarkeit von Wasser in verschiedenen Weltregionen auswirkt. Das „Programm zu erneuerbarer Energie“ trägt dazu bei, die Möglichkeiten für die praktische Umsetzung des Übergangs zu klimafreundlichen Formen der Energieerzeugung zu verbessern. So wird untersucht, wie die Erzeugung erneuerbarer Energie in ländlichen Regionen armer Entwicklungsländer und auf kleinen Inselstaaten verbessert werden kann. Besonders in Afrika werden Aus- und Fortbildungsprogramme zu erneuerbarer Energie angeboten.

Die UNESCO baut gemeinsam mit der „Weltorganisation für Meteorologie“ (WMO) eine Wissensdatenbank zu Klimathemen auf, in der die wissenschaftlichen Erkenntnisse auf diesem Gebiet innerhalb des UN-Systems und darüber hinaus gesammelt und zugänglich gemacht werden. Damit verknüpft  sind Angebote für die Aus- und Weiterbildung von Klimafachleuten besonders aus den am wenigsten entwickelten Ländern.

Bildung zu Klimathemen

Ausschnitt aus der Internetseite der Bildung für nachhaltige Entwicklung
Auf der Website der "Bildung für nachhaltige Entwicklung" findet man viel Lehr- und Lernmaterial zum Thema Klimawandel. Foto: Website www.bne-portal.de

Innerhalb des UNESCO-Programmschwerpunktes „Bildung“ ist das Programm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ angesiedelt, in dem Bildungsangebote zum Klimawandel zu einem Schwerpunkt geworden sind. Jungen Menschen soll geholfen werden, die globale Erwärmung und ihre Folgen zu verstehen sowie sinnvolle Konzepte zur Bekämpfung des Klimawandels und erforderliche Anpassungsmaßnahmen zu erkennen und exemplarisch umzusetzen.

Maßnahmen zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit sollen für junge Leute zur täglichen Routine werden. Dafür sollen in allen Ländern Klimathemen in die Curricula von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen aufgenommen werden. Hier sollen UNESCO-Projektschulen in aller Welt eine Vorreiterrolle übernehmen. Klimathemen haben auch innerhalb der Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ eine prominente Rolle.

Einen Überblick über die Strategie der UNESCO finden Sie in der Broschüre „The UNESCO Strategy for Action on Climate Change“.