Globale Umweltfazilität GEF

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Die Globale Umweltfazilität (Global Environment Facility – GEF) ist das internationale Finanzierungsinstrument für den globalen Umweltschutz. GEF entstand 1991 als gemeinsame Initiative von UN-Entwicklungsprogramm UNDP, UN-Umweltprogramm UNEP und Weltbank und war zunächst Teil der Weltbank-Gruppe.

Nach der Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im Jahre 1992 wurde die Struktur geändert, und GEF ist seither eine eigenständige Organisation. GEF ist das internationale Finanzierungsinstrument für Vorhaben im Rahmen der UN-Klimarahmenkonvention, der UN-Konvention über die biologische Vielfalt, der Stockholm Konvention zu langlebiger organischer Schadstoffe  und der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung.

Mehr als 2.700 Umweltprojekte

Im Rahmen von GEF werden vor allem Projekte in Entwicklungsländern gefördert, aber es sind zum Beispiel auch Programme in Russland, Osteuropa und Zentralasien zur Beendigung der Herstellung von ozon-zerstörender Substanzen und die Entwicklung von Ersatzstoffen, die unterstützt werden. GEF ist heute die bedeutendste öffentliche Einrichtung zur Förderung von internationalen Umweltvorhaben. Seit 1991 sind insgesamt über 10,5 Mrd. Dollar für mehr als 2.700 Projekte bereitgestellt worden. Durchführungsorganisationen sind UNDP, UNEP und Weltbank. Sie arbeiten eng mit Regierungen, internationalen Organisationen (darunter verschiedenen UN-Einrichtungen), der Zivilgesellschaft und dem Privatsektor zusammen.

GEF basiert auf der Idee, dass die Industrieländer als Hauptverursacher des Klimawandels den Entwicklungsländern helfen sollen, ihre Verpflichtungen aus der Klimarahmenkonvention zu erfüllen, ebenso bei der Anpassung an den Klimawandel. Ähnliches gilt für die anderen Konventionen, in deren Rahmen GEF-Mittel eingesetzt werden.

Energieeffiziente Kühlschränke und ein nachhaltiges Bussystem

GEF stellt Mittel für die folgenden sechs Bereiche zur Verfügung: Klimawandel, biologische Vielfalt, internationale Gewässer, Abbau der Ozonschicht, Erschöpfung von Böden sowie langlebige organische Schadstoffe. Allein für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel sind bisher fast ein Drittel der GEF-Gelder eingesetzt worden.

Dazu gehören z.B. Vorhaben zur Erhöhung der Energieeffizienz, zur Förderung der erneuerbaren Energien und des Ausbaus des öffentlichen Nahverkehrs. Zu den bedeutendsten Erfolgen gehört die Förderung des Technologietransfers, um in China energiesparende Kühlschränke auf den Markt zu bringen. Mittlerweile werden dort jedes Jahr etwa 4,8 Millionen dieser Energiespar-Kühlschränke produziert und verkauft.

Auf einer breiten, sich verzweigenden Schotterstraße laufen Menschen. Der Regenwald im Hintergrund liegt etwas im Nebel.
2012 wurden GEF-Mittel für ein Projekt zum Schutz eines fast eine Million Hektar großen Regenwaldgebietes in Kamerun zur Verfügung gestellt. Großes Gewicht wird darauf gelegt, den mehr als 10.000 Bewohnern des Gebietes alternative Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeiten zum Holzeinschlag zu eröffnen. Die lokale Bevölkerung soll also von der Unterschutzstellung des Waldes profitieren. Foto: GEF

In Mexiko-Stadt wurde mit GEF-Unterstützung ein klimafreundliches und effizientes Bussystem eingeführt, das zu einer drastischen Reduzierung der Klima- und Schadstoffbelastung geführt hat. Einen Einblick in das GEF-Engagement für nachhaltige Städte bietet die Veröffentlichung „Sustainable Cities“.

Projekte zum Schutz von Regenwäldern und Flüssen

Ebenfalls etwa ein Drittel der GEF-Mittel ist in den zurückliegenden Jahren für Programme zur Erhaltung der biologischen Vielfalt verwendet worden. Einen Schwerpunkt bilden dabei Programme zur Unterstützung von Entwicklungsländern bei der Verwaltung und beim Schutz ihrer Waldgebiete, darunter vielen tropischen Regenwäldern. So werden zum Beispiel die Anliegerstaaten des Amazonas dabei gefördert, wertvolle Regenwaldgebiete offiziell unter Schutz zu stellen und diesen Schutz dann auch in der Praxis durchzusetzen.

Mehr als eine Milliarde Dollar sind bisher bereitgestellt worden, um den Schutz internationaler Gewässer zu verbessern. Verhindert werden soll zum Beispiel die Belastung von grenzüberschreitenden Flüssen durch Quecksilber, das in größeren Mengen bei der Goldgewinnung verwendet wird. Eine Voraussetzung für den gemeinsamen Schutz grenzüberschreitender Gewässer ist, dass die Anrainerstaaten bestehende politische Konflikte über die Nutzung des knappen Wassers beilegen. Ein solcher Prozess der Verhandlungen und des Interessenausgleichs wird zum Beispiel in der Region am Nil unterstützt.

 

Die Broschüre „Climate Finance for Global Impact“ gibt einen Überblick über die Rolle des GEF bei der Finanzierung von Klimaprogrammen. Informationen zur GEF-Zukunftsplanung finden Sie in der Broschüre „GEF 2020“.