UN-Entwicklungsprogramm UNDP

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Das „United Nations Development Programme“ (UNDP) unterstützt die Anstrengungen der wirtschaftlich armen Länder der Welt zur Überwindung von Armut, Hunger und anderen Entwicklungsproblemen. Außerdem koordiniert das UN-Entwicklungsprogramm vielerorts die langfristig angelegte Entwicklungsarbeit der verschiedenen UN-Organisationen und -Programme. UNDP ist in 177 Länder der Welt mit eigenen Büros vertreten. Da in den letzten Jahren zunehmend deutlich geworden ist, dass bisherige Entwicklungserfolge und das Engagement für die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen durch den globalen Klimawandel bedroht sind, setzt sich UNDP verstärkt für wirksame Anpassungsmaßnahmen an Klimaänderungen und konkrete Schritte zur Begrenzung dieser Prozesse ein.

Vielfältige Anpassungsprogramme retten Menschenleben und sichern Entwicklungserfolge

Gerade die am wenigsten entwickelten Länder sind am stärksten vom Klimawandel betroffen und haben am wenigsten Mittel, um sich gegen die Folgen von vermehrten Dürren, heftigeren Taifunen oder steigendem Meeresspiegel zu schützen. UNDP mobilisiert Finanzmittel und berät Regierungen von Entwicklungsländern dabei, ihre Entwicklungspläne und -programme so zu gestalten, dass die Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen des Klimawandels erhöht wird.

Dazu gehört zum Beispiel die Umstellung der Landwirtschaft auf Pflanzenkulturen, die längeren Dürrezeiten oder Überflutungen standhalten können. Der vermehrte Bau von kleinen Dämmen und Brunnen kann helfen, das knapper werdende Oberflächenwasser zu speichern und das Grundwasser besser zugänglich zu machen. Gesundheitseinrichtungen müssen in die Lage versetzt werden, mit einer zunehmenden Zahl von Katastrophen fertig zu werden. Bauvorhaben müssen so gestaltet sein, dass sie Widerstand gegen extreme Wetterverhältnisse und damit der lokalen Bevölkerung Schutz bieten können.

Besonderes Gewicht legt UNDP darauf, dass benachteiligte und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen wie Frauen und Angehörige indigener Völker in die Planung und Umsetzung solcher Anpassungsmaßnahmen einbezogen werden. Die Zivilgesellschaft soll aktiv in alle Anpassungsprogramme einbezogen werden und nicht lediglich Objekt staatlicher Vorhaben bleiben.

Vier arabisch gekleidete Menschen stehen auf einem Dach und schauen sich Solarkollektoren an.
UNDP berät und unterstützt eine ganze Reihe afrikanischer Länder dabei, ihre Energieprobleme auf eine klimaschonende Weise zu lösen. Foto: UNDP

In der Kilimandscharo-Region Tansanias hat sich die Wasserknappheit in den letzten Jahren durch lange Dürrezeiten verschärft. Mit UNDP-Unterstützung wird die Versorgung mit Trinkwasser und Bewässerungswasser für die Landwirtschaft dadurch verbessert, dass eine ganze Reihe von kleinen Staubecken errichtet wird, um Flusswasser zu speichern. Die lokale Bevölkerung wird dazu ermutigt, in Eigeninitiative kleine Kanäle zu graben, um aufgestautes Wasser auf ihre Felder zu leiten.

Mehr Informationen und einen kurzen Film zum Thema finden Sie auf der UNDP-Website.

Armutsbekämpfung und Schutz des Klimas miteinander verbinden

Zahlreiche Entwicklungsländer sind bemüht, ihre klimaschädlichen Emissionen zu begrenzen und möglichst zu vermindern. Dafür müssen sie Armutsbekämpfung und Klimaschutz miteinander verbinden. UNDP berät und unterstützt u.a. eine ganze Reihe afrikanischer Länder dabei, ihre Energieprobleme auf eine klimaschonende Weise zu lösen. So haben zum Beispiel südafrikanische Regierung und das UN-Entwicklungsprogramm im Dezember 2011 ein Pilotprojekt in der Nähe von Durban gestartet, um ländlichen Schulen und Kliniken einen klimaschonenden Zugang zu gesundheitlich und ökologisch unbedenklichen Öfen, zu Beleuchtung und zu warmem Wasser zu eröffnen.

Das UNDP-Klimaengagement trägt sowohl dazu bei, Klimathemen in die nationale Entwicklungsplanung der einzelnen Länder stärker einzubeziehen, als auch die lokale Bevölkerung dabei zu unterstützen, mit den Folgen des Klimawandels fertig zu werden und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Diese Arbeit geschieht in enger Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen Organisationen, Regierungsstellen und den Menschen vor Ort.