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Satelitenaufnahme
Markt im Mekong-Delta
Bewässerungskanäle in Äthiopien
Der rücksichtslose Umgang mit Wasser hat vielerorts zu Wasserknappheit geführt. Übernutzung, der Bau von Staudämmen, Verschwendung, schlechtes Wassermanagement und ineffiziente Wasserbewirtschaftung sowie die Verschmutzung und Versalzung der Gewässer haben massive Umweltschäden zur Folge und bedrohen die Lebensgrundlage vieler Millionen Menschen in den betroffenen Einzugsgebieten. Verstärkt werden Wasserprobleme durch das Schmelzen der Gletscher und die Abholzung der Regenwälder. Wird das Wasser knapper, verschärft sich die Konkurrenz um die lebenswichtige Ressource. Daraus können sich innergesellschaftliche und internationale Spannungen entwickeln.

Flüsse, Seen und Grundwasser machen nicht an nationalstaatlichen Grenzen halt. Im Einzugsgebiet des Nil liegen zwölf Staaten. Allein in Afrika befinden sich 90 Prozent aller Gewässer in grenzüberschreitenden Flusseinzugsgebieten. Die wechselseitige Abhängigkeit der Länder von gemeinsam genutzten Wasserreserven ist hoch, denn die Art und Intensität der Wassernutzung im einen Land wirkt sich auf die Qualität und Verfügbarkeit des Wassers im anderen Land aus. Genauso nützen die effizientesten Bewässerungssysteme nichts, wenn ein Land auf einen Fluss angewiesen ist, der zu großen Teilen in seinem Nachbarstaat liegt. Es ist die Aufgabe der Regierungen, Interessenkonflikte um die Nutzung gemeinsamer Wasservorräte zu bewältigen.   

Konkurrenz um die Wasserverteilung entsteht besonders dort, wo Wasserknappheit und dichte Besiedlung aufeinandertreffen: im Nahen Osten, Südasien und Teilen Zentralasiens. Internationale Streitigkeiten um Wasser wurden aber bislang friedlich gelöst. In der Regel erkennen die beteiligten Länder, dass eine Überwindung ihrer Wasserprobleme nicht ohne Zusammenarbeit und gemeinschaftliche Regulierung der Wassernutzung möglich ist.

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Bildnachweise:
Bild links: Merowe-Staudamm, Republik Sudan, Foto: NASA
Bild mitte: Markt im Mekong-Delta,Foto: Doron, wikipedia.org
Bild rechts: Bewässerungskanäle in Äthiopien, Foto: Water and Food. flickr.com
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Brennpunkte der Wasserkrise
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Quellen:
Fröhlich, Christiane 2006: Zur Rolle der Ressource Wasser in Konflikten. Bundeszentrale für politische Bildung, APUZ 25/2006 (Link).

United Nations Development Programme: Nicht nur eine Frage der Knappheit: Macht, Armut und die globale Wasserkrise. Bericht über die menschliche Entwicklung 2006.

Gestaltung: Dieter Düvelmeyer, duevelmeyer.com
Text, Recherche: Tina Schmidt
Redaktion: Uli Keller, DGVN

Die Grafik wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erstellt.