Naturkatastrophen und Nahrungsunsicherheit
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Tafel schließen
Karte Wetterextreme
USA
Zentralafrika
Nord-Östliches
Südamerika
Vietnam
Sri Lanka
Phillipinen
Nigeria
Mosambik
Kenia
Westafrika
Sahelzone
Südafrikanische Länder
Karibik
Japan
Indonesien
Djibouti
Bangladesch
Nord-Westliches Südamerika
Indien
Ägypten
Nordafrika
Äthiopien
China
Madagaskar
Mittlerer Osten
Anstieg des Meeresspiegels:

Die Grafik zeigt, in welchen Ländern die Menschen von den Folgen des ansteigenden Meeresspiegels betroffen sind. Und wie viele es – unter Berücksichtigung der Bevölkerungszunahme – im Jahr 2050 sein werden, wenn der Meeresspiegel um einen halben Meter ansteigt.

Prognosen zufolge wird der Meeresspiegel bis zum Ende des 21. Jahrhunderts um einen Meter ansteigen. Ursache ist die globale Erwärmung, die das Schmelzen der Gletscher und polaren Eisschilde beschleunigt sowie eine thermische Ausdehnung der Ozeane bewirkt. Weltweit müssen die Bewohner von Küstengebieten und Flussdeltas mit gravierenden Überflutungen sowie heftigeren Sturmfluten und Hurrikans rechnen. Die Überflutungen werden ganze Regionen unbewohnbar machen, Ackerflächen und Grundwasser versalzen und damit die Nahrungsgrundlage und Wasserversorgung einschränken.

Weltweit wird die Zahl der betroffenen Menschen in Küstengebieten von 156,4 Millionen im Jahr 2008 auf 266,9 Millionen im Jahr 2050 ansteigen. Die meisten Menschen sind in Indien, Bangladesch, China, Indonesien, aber auch im pazifischen Raum gefährdet. Bis zum Ende dieses Jahrhunderts könnten in Bangladesch 18 Prozent der Landesfläche unter Wasser stehen und Millionen von Menschen zur Flucht zwingen. In niedrig gelegenen Inselstaaten, die dem Meeresspiegelanstieg schutzlos ausgeliefert sind, ist teilweise die gesamte Bevölkerung bedroht, so zum Beispiel auf den Malediven.

Text schließen

Text schließen
Extremwetterereignisse:

Die Grafik zeigt die Wahrscheinlichkeit in den Jahren 2008 und 2015, von einem extremen Wettereignis betroffen zu sein, in zehn der am meisten gefährdeten Länder. An der Spitze stehen vor allem asiatische Länder wie China, Indien und Bangladesch.

Weltweit nahm das Risiko, von Extremwetterereignissen wie Dürren, Überflutungen, Hitzeperioden und Wirbelstürmen betroffen zu sein, seit den 1970er Jahren stetig zu, insbesondere ab 1990. Ereigneten sich zwischen 1980 und 1985 im Schnitt jedes Jahr 132 Naturkatastrophen, so waren es zwischen 2005 und 2009 mit durchschnittlich 357 pro Jahr mehr als doppelt so viele (Die Zunahme ist teils auch auf die verbesserte Informationslage zurückzuführen).

Ende des Jahres 2011 veröffentlichte Prognosen des Weltklimarats IPCC gehen von einer künftigen Zunahme von Hitzeperioden und Starkregen sowie von verstärkten Sturmfluten aus. Insbesondere in Afrika südlich der Sahara werden laut der Prognosen vermehrt Dürren auftreten. Zur Einschätzung der Risiken sind auch die Möglichkeiten im Umgang mit Katastrophen zu berücksichtigen, die in armen Ländern in der Regel geringer sind.

Text schließen

Text schließen
Rückgang landwirtschaftlicher Produktivität

Die Grafik zeigt den prozentualen durchschnittlichen Verlust landwirtschaftlicher Produktivität aufgrund des Klimawandels zwischen 2008 und 2050 in verschiedenen Regionen. Infolge der globalen Erwärmung und veränderter Niederschlagsmuster muss künftig in vielen Gebieten mit rückläufigen Erträgen gerechnet werden. Trockenheit, Hitze, Dürren, Starkregen, Stürme, Erdrutsche und Überflutungen zerstören Anbauflächen und lassen die Böden verarmen. In armen Ländern, die wirtschaftlich stark auf die Landwirtschaft angewiesen sind, werden die Verluste besonders gravierend sein. Ernteausfälle und sinkende Erträge werden zu wachsender Armut und Nahrungsunsicherheit führen. Bis 2050 wird die landwirtschaftliche Produktivität in Entwicklungsländern im Schnitt um zehn Prozent zurückgehen. Betroffen sind insbesondere Afrika und Lateinamerika.

Gleichzeitig steigt der Nahrungsmittelbedarf mit der Zunahme der Weltbevölkerung. Bis zum Jahr 2050 müsste die Nahrungsmittelproduktion in Entwicklungsländern gegenüber dem Niveau von 2009 um 100 Prozent zunehmen, um den Bedarf der künftigen Bevölkerung decken zu können. Für Regionen wie Afrika südlich der Sahara, die aufgrund der wenigen fruchtbaren Böden ohnehin eine geringe Produktivität aufweisen, ist das eine kaum zu bewältigende Herausforderung. Nicht zuletzt treibt die landwirtschaftliche Produktion selbst den Klimawandel voran – mit 13,5 Prozent hat sie einen nicht unerheblichen Anteil an den globalen Treibhausgas-Emissionen.

> Diesen Text schließen

Text schließen
Quellen und Hinweise schließen
Hinweise und Quellen

Extremwetterereignisse, Anstieg des Meeresspiegels sowie Rückgang landwirtschaftlicher Produktivität in ausgewählten Ländern und Regionen.


Interaktive Grafik: © Dieter Düvelmeyer, duevelmeyer.com
Recherche, Texte: Tina Schmidt
Redaktion: Uli Keller, Tina Schmidt, DGVN

Quelle
Wheeler, David 2011: Quantifying Vulnerability to Climate Change: Implications for Adaptation Assistance. Working Paper 240, Center for Global Development, Washington, DC. (Link)

Textquellen
Bündnis Entwicklung hilft: WeltRisikoBericht 2011: Naturgefahren und Klimawandel als Risiko für Gesellschaften weltweit. (Link)

Cline,William R. 2007: Global Warming and Agriculture: Impact Estimates by Country. Center for Global Development, Peterson Institute for International Economics, Washington, DC.

Food and Agriculture Organization of the United Nations 2011: The State of the World´s Land and Water Resources for Food and Agriculture. Managing Systems at Risk. (Link)

Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) 2011: Managing the Risks of Extreme Events and Disasters to Advance Climate Change Adaptation. Summary for Policymakers. (Link)

United Nations Development Programme: Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit: Eine bessere Zukunft für alle. Bericht über die menschliche Entwicklung 2011.

United Nations Development Programme: Den Klimawandel bekämpfen: Menschliche Solidarität in einer geteilten Welt. Bericht über die menschliche Entwicklung 2007/2008.

Wheeler, David 2011: Quantifying Vulnerability to Climate Change: Implications for Adaptation Assistance. Working Paper 240, Center for Global Development, Washington, DC. (Link)

Bilder in der Einleitung
Flutopfer überqueren eine zerstörte Brücke in Süd-Mindanao, Philippinen, nach verheerenden Überschwemmungen im Dezember 2011. Foto: Francis R. Malasig, picture alliance / dpa.

Thais tragen ihre Habe und waten durch eine überschwemmte Straße in Bangkok. Foto: Rungroj Yongrit, picture alliance / dpa.

Flutschäden in der Inneren Mongolei, China. Foto: picture alliance /Photoshot

Die Grafik wurde mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erstellt.

>> Zurück zur der Grafik

Klicken Sie zunächst auf die Button "Meeresspiegelanstieg",
"Landwirtsch. Produktivität" oder "Wetterextreme",
um weitere Informationen zu den betroffenen Gebieten zu erhalten.