Ganges bei Kaudi
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Schon heute sind viele Millionen Menschen von den Folgen des Klimawandels betroffen. Künftig wird ihre Zahl zunehmen. Extreme Wettereignisse wie Sturmfluten, Dürren, Hitzewellen, Starkregen oder Überschwemmungen treten immer häufiger auf. Der ansteigende Meeresspiegel bedroht die Bewohner von Küstengebieten und könnte in Zukunft ganze Inseln im Meer versinken lassen. Aufgrund der Erderwärmung und veränderter Niederschlagsmuster wird vielerorts die landwirtschaftliche Produktivität zurückgehen und Nahrungsunsicherheiten auslösen.
Global gesehen sind die Gefährdungen ungleich verteilt. Die meisten Naturkatastrophen ereigneten sich in den vergangenen Jahren in Südasien – andere Regionen trifft es nur selten. In den Industrieländern der nördlichen Breiten könnte die Erderwärmung die landwirtschaftliche Produktivität zunächst sogar steigern, während sie in den Entwicklungsländern der Tropen zu Dürren und Ernteausfällen führt.

In welchem Ausmaß die Menschen von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind, hängt aber auch von den verfügbaren Mitteln und Möglichkeiten im Umgang mit den Klimagefahren ab. Arme Länder sind hier stark benachteiligt. Unzureichende Frühwarnsysteme und Schutzmaßnahmen, Armut, schlechte soziale und medizinische Bedingungen sowie politische Instabilität erschweren die Anpassungsfähigkeiten. So forderte zum Beispiel das Erdbeben in Japan im Jahr 2011 weit weniger Todesopfer als das wesentlich schwächere Beben 2010 in Haiti. Für die Menschen in armen Ländern, vor allem in Afrika sowie in Süd- und Ostasien, bedeuten Naturkatastrophen meist den Verlust ihrer Lebensgrundlage und Heimat und mehr Armut und Hunger.

Wenn sie in der folgenden Grafik zunächst auf die Button "Meeresspiegelanstieg", "Landwirtschaftliche Produktivität" und "Wetterextreme" klicken, erhalten sie weitere Informationen zu den betroffenen Gebieten.

Bildquellen:
Flutopfer überqueren eine zerstörte Brücke in Süd-Mindanao, Philippinen, nach verheerenden Überschwemmungen im Dezember 2011. Foto: Francis R. Malasig, picture alliance / dpa.

Thais tragen ihre Habe und waten durch eine überschwemmte Straße in Bangkok. Foto: Rungroj Yongrit, picture alliance / dpa.

Flutschäden in der Inneren Mongolei, China. Foto: picture alliance /Photoshot

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Naturkatastrophen und Nahrungsunsicherheit
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Quelle:
Dingens

Gestaltung: Dieter Düvelmeyer, duevelmeyer.com
Text, Recherche: Tina Schmidt
Redaktion: Uli Keller, DGVN