Menschenrechte

UN-Menschenrechtsrat

Die Menschenrechte großer Bevölkerungsgruppen werden durch die Folgen des globalen Klimawandels akut bedroht. Diese Einsicht hat den UN-Menschenrechtsrat in den letzten Jahren veranlasst, sich intensiver mit diesem Problem zu beschäftigen. Im Auftrag des Rates hat das Büro der UN-Hochkommissarin für Menschenrechte einen Bericht zur Beziehung von Klimawandel und Menschenrechten erarbeitet, der im März 2009 veröffentlicht wurde. In diesem Bericht sowie in der internationalen Menschenrechtsdiskussion wird betont, dass durch die Folgen des globalen Klimawandels vor allem die Menschenrechte auf Leben, Nahrung, Wohnung, Wasser, Gesundheit und Selbstbestimmung bedroht sind. Es ist auch deutlich geworden, dass ohnehin stark benachteiligte Bevölkerungsgruppen wie Arme, indigene Völker, Frauen und Kinder angesichts katastrophaler Folgen des Klimawandels noch stärker um ihre Menschenrechte und ihr Überleben fürchten müssen.

In vielen Fällen lassen sich die Auswirkungen der Klimaveränderungen auf die Einhaltung der Menschenrechte schwer von anderen Faktoren abgrenzen, die zu Menschenrechtsverletzungen führen. Insgesamt gilt, dass die Klimaveränderungen bestehende Menschenrechtsverletzungen noch verschärfen, und dies betrifft besonders die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Menschenrechte. Deshalb sind Maßnahmen sowohl zur Begrenzung des Klimawandels als auch zur Anpassung an unvermeidbar gewordene Folgen des Klimawandels unverzichtbar für den Schutz der Menschenrechte. Im „Bericht über die menschliche Entwicklung 2007/2008“ wird festgestellt: „Soziale Gerechtigkeit und die Achtung der Menschenrechte gebieten ein stärkeres internationales Engagement für die Anpassung an den Klimawandel.“

  • Wasser und sanitäre Einrichtungen (SDG 6) Menschenrechte & Ökologie

    Wasser – ein „blauer“ Faden zieht sich durch die Agenda 2030 und das Klimaabkommen von Paris

    Derzeit findet die Weltwasserwoche in Stockholm statt. Aus diesem Anlass werfen Hannah Janetschek und Ines Dombrovsky vom Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) einen genaueren Blick auf das für den Menschen und für den Erhalt der Umwelt sounverzichtbare Element. Dabei stellen sie fest, dass Wasser sich wie ein "blauer Faden" sowohl durch die Ziele für nachhaltige Entwicklung als auch die Bemühungen zur Umsetzung des Klimaabkommens von Paris zieht.

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  • Leben an Land (SDG 15) Leben unter dem Wasser (SDG 14) Menschenrechte & Ökologie

    „Make biodiversity great again!“

    Am von den Vereinten Nationen ausgerufenen internationalen Tag der Biodiversität am 22. Mai blicken viele besorgt in die USA. Dort hat Donald Trump in den ersten Monaten seiner Präsidentschaft bewiesen, dass Umwelt- und Klimaschutz nicht zu den Prioritäten seiner Präsidentschaft zählen. Vielmehr versucht seine Administration, Umweltregulierungen aus der Obama-Ära zurückzufahren. Der diesjährige Tag der Biodiversität steht unter dem Thema Tourismus – eine Industrie, die in den USA rund 3 Prozent zum BIP beiträgt. Für die Biodiversitätsexpertin Carmen Richerzhagen des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) und ihre Co-Autorin Marianne Alker von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) steht daher fest: Die USA müssen Ihre Umwelt- und Artenvielfalt endlich als nachhaltige Ressource verstehen. Mehr dazu sowie was es mit der Motte Neopalpa donaldtrumpi und dem so-genannten „Trump-Index“ auf sich hat, erfahren Sie in der neuen Aktuellen Kolumne.

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  • Menschenrechte & Ökologie Wirtschaft Energiefragen & Treibhausgase Korruption/Kriminalität Menschenrechte & Entwicklung

    Steinkohleabbau in Kolumbien: Zerstörung der Lebensgrundlage lokaler Gemeinden?

    © Kolko e.V.

    Riesige Mengen Steinkohle werden täglich im kolumbianischen Bundesstaat La Guajira für den Export gefördert. Löcher werden in die Erde gerissen, dabei kommen große Mengen Staub in die Luft und es werden enorme Mengen Wasser verbraucht. Doch während die Unternehmen am Steinkohleabbau verdienen, ist für die umliegenden Gemeinden - entgegen vertraglicher Abmachungen - noch nicht einmal die Trinkwasserversorgung gewährleistet. Die Umsetzung der Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung, die unter anderem Zugang zur einer sauberen Trinkwasserversorgung zusagt, steht in Gefahr. Ein Gastbeitrag von Alexandra Huck.

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  • Gendergerechtigkeit & Frauenrechte (SDG 5) Menschenrechte & Ökologie Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Ziele für nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030

    Chancen und Gefahren für Frauen in der Tourismusbranche

    Eine Gruppe von Frauen des Globalen Südens trägt Gegenstände auf ihren Köpfen.

    Frauen machen die Betten in Londoner Hotelzimmern, Frauen verkaufen die Souvenirs auf Nairobis Straßen, Frauen schrubben die Böden in Buenos Aires' Bars: Mehr als doppelt so viele Frauen wie Männer arbeiten weltweit in der Tourismusbranche. Besonders in wirtschaftlich schwächeren Ländern ist diese oft die Hauptmöglichkeit, Geld zu verdienen. Frauen profitieren davon jedoch nicht immer.

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  • Ziele für nachhaltige Entwicklung/Post-2015 UN-Aktuell Nachhaltigkeit Ziele für nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030 Arbeitsplätze und wirtschaftliche Entwicklung (SDG 8) Menschenrechte & Entwicklung Was tun Menschenrechte & Ökologie Wirtschaft Aktiv werden

    Internationales Jahr des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung

    Die UN-General-versammlung hat das Jahr 2017 zum Internationalen Jahr des Nachhaltigen Tourismus für Entwicklung erklärt. Mit dem Jahr soll auf die Wichtigkeit, Tourismus nachhaltiger für die betroffenen Menschen und die natürliche Umwelt zu gestalten, hingewiesen werden. Nachhaltiger Tourismus kann Menschen ein sicheres Einkommen bieten und Entwicklung vorantreiben. Gleichzeitig stellt zum Beispiel der mit dem Tourismus verbundene Flugverkehr große Herausforderungen für den Klimaschutz dar.

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  • Menschenrechte & Ökologie Politik & Gesellschaft Entwicklungspolitik

    Ernährungssicherheit trotz Klimawandel: ohne Wasser nicht zu haben

    © UN Photo/WFP/Phil Behan

    Die Anpassung der afrikanischen Landwirtschaft an den Klimawandel war endlich ein Thema der 22. Vertragsstaaten-konferenz der UN-Klimarahmenkonvention (UNFCCC) in Marrakesch. Ernährungssicherung kann nur erreicht werden, wenn jetzt überfällige Investitionen in Bewässerungsinfrastruktur und -institutionen getätigt werden.

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  • Gendergerechtigkeit & Frauenrechte (SDG 5) Ziele für nachhaltige Entwicklung/Agenda 2030 Menschenrechte & Ökologie Katastrophen

    Klimagerechtigkeit und Geschlecht: Warum Frauen besonders anfällig für Klimawandel & Naturkatastrophen sind

    © Mongkhonsawat Luengvorapant/Oxfam

    Was die Flut den Frauen angetan hat, zeigt eine schreckliche Zahl: Vier Mal so viele Frauen wie Männer riss der Tsunami in Südostasien 2004 mancherorts in den Tod. Naturkatastrophen unterscheiden nach Geschlecht. Die globale Erderwärmung und der von Menschen verursachte Klimawandel führen dazu, dass sie immer häufiger auftreten. Weltweit sind Frauen stärker vom Klimawandel betroffen als Männer. Besonders verheerend ist das in ländlichen Regionen des Globalen Südens.

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  • Klimaflucht Energiefragen & Treibhausgase Menschenrechte & Ökologie Wirtschaft

    Klimawandel und Flucht: Welche Schutzrechte für Klimaflüchtlinge?

    Auf dem Foto ist die Insel Kiribati zu sehen. Es ist sichtbar, dass das Wasser bereits Teile der Insel überspült hat.

    Der Anstieg des Meeresspiegels, Gletscherschmelze, Bodenerosion, Überschwemmungen, Dürren und Desertifikation sind dafür verantwortlich, dass weltweit ganze Gebiete dauerhaft unbewohnbar werden oder gar vollständig von der Landkarte verschwinden. Schätzungen zufolge werden im Jahr 2050 etwa 200 Millionen Menschen gezwungen sein, ihre Heimat als Folge des Klimawandels zu verlassen. Anders als politische Flüchtlinge, werden Klimaflüchtlinge bislang nicht von der Genfer Flüchtlingskonvention erfasst. Angesichts dessen stellt sich die Frage, welcher Schutz Menschen geboten werden kann, deren Lebensgrundlage von den Auswirkungen des Klimawandels bedroht ist.

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  • Menschenrechte & Ökologie

    Schutz der Menschenrechte in Zeiten des Klimawandels

    Zwei Häuser zwischen Palmen sind komplett von den Fluten umspült

    „Die historisch verantwortlichen Länder dürfen ihre Augen nicht verschließen gegenüber der Verletzung der Menschenrechte von Millionen Menschen, die in gefährdeten Ländern (vom Klimawandel) betroffen sind.“ Dies stellte Dipi Moni, die Außenministerin von Bangladesch, bei einem UN-Seminar zu Klimawandel und Menschenrechten in Genf am 23. und 24. Februar 2012 fest.

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  • Aktiv werden Menschenrechte & Ökologie

    Kampagne "Klimaschutz ist Menschenrecht"

    Anlässlich des Starts der Online-Kampagne „Klimaschutz ist Menschenrecht“ fordert FIAN Deutschland von der Bundesregierung ein stärkeres Engagement für die Menschenrechte im Klimaschutz. Sowohl bei Klimaschutzprojekten zur Minderung des CO2-Ausstoßes als auch bei der Finanzierung von Maßnahmen zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels müssen Menschenrechte besser geschützt werden.

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  • Weitere Nachrichten im Archiv

OHCHR: Der Menschenrechtsansatz sollte die Klimapolitik verändern

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Der globale Klimawandel gefährdet die Verwirklichung der Menschenrechte, und dies gilt besonders für diejenigen Bevölkerungsgruppen, deren Rechte und deren Existenz ohnehin besonders bedroht sind. Diese Überzeugung hat den Menschenrechtsrat (Human Rights Council) der Vereinten Nationen dazu veranlasst, sich intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels und mit der Umsetzung eines Menschenrechtsansatzes bei Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu befassen.

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