IOM - Internationale Organisation für Migration

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Die „International Organization for Migration“ wurde 1951 gegründet und hat inzwischen 157 Mitgliedsstaaten, weitere 10 Staaten haben einen Beobachterstatus. Die IOM arbeitet mit Regierungen, internationalen Organisationen und Nichtregierungsorganisationen zusammen. Es besteht eine enge Kooperation mit Organisationen und Programmen des UN-Systems.

Die IOM ist schwerpunktmäßig in den folgenden Arbeitsbereichen tätig: Migration und Entwicklung, Erleichterung von Migration, Regulierung von Migration sowie Hilfe bei erzwungener Migration. Zu den Querschnittsaufgaben gehören: Förderung internationaler Migrationsrechte, Förderung der migrationspolitischen Debatte, Schutz der Rechte von Migranten sowie gesundheits- und genderspezifische Aspekte der Migration.

Die IOM hat ihren Sitz in Genf. Daneben gibt es Vertretungen in über 100 Ländern. Die „Internationale Organisation für Migration Deutschland“ arbeitet von Berlin aus.

Der Klimawandel zwingt immer mehr Menschen zur Migration

Migration wurde in der Geschichte immer wieder durch Umweltveränderungen ausgelöst, und die IOM ist überzeugt, dass sich diese Prozesse durch den globalen Klimawandel verstärken. Migration ist dabei eine unverzichtbare Komponente von Anpassungsstrategien an den Klimawandel und kann eine Überlebensstrategie sein.

Die IOM will dazu beitragen, die Ursachen von erzwungener Migration so weit wie möglich zu beseitigen. Wo sie nicht mehr zu vermeiden ist, gilt es, den betroffenen Menschen Hilfe und Schutz zukommen zu lassen. Die IOM will außerdem Migration als Anpassungsstrategie in den Klimawandel erleichtern.

Es gibt keine exakten Zahlen über die Migration, die durch den Klimawandel ausgelöst wird. Nach Einschätzung der IOM ist die Zahl der Extremwetterereignisse wie Stürme und Fluten in den letzten 30 Jahren weltweit auf die dreifache Zahl gestiegen. Allein 2008 haben dadurch 20 Millionen Menschen ihr Zuhause verloren. Die IOM analysiert die klimabedingten Migrationsprozesse im Detail, um daraus auch Erkenntnisse zu gewinnen, wie die erzwungene Migration verhindert oder vermindert werden kann.

In enger Zusammenarbeit mit Organisationen wie UNHCR betreibt die IOM Forschung zum Zusammenhang von Migration und Klimawandel, fördert den politischen Dialog zu dieser Thematik und beteiligt sich an humanitären Aktionen sowie Programmen zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften gegenüber den Folgen des Klimawandels.