UN-Kinderhilfswerk UNICEF

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Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF (United Nations Children’s Fund) wurde im Dezember 1946 gegründet und kümmerte sich zunächst vor allem um Kinder in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Inzwischen ist UNICEF in über 190 Ländern tätig. Neben zahlreichen Programmen zur Unterstützung von Kindern und ihren Müttern in Bereichen wie Gesundheit und Bildung setzt die UN-Einrichtung sich politisch für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen ein.

Dabei kommt Fragen der Umwelt und des Klimaschutzes eine wachsende Bedeutung zu. UNICEF betont, dass die Kinder in hohem Maße von den Folgen des Klimawandels betroffen sind und besonderen Schutz vor allem angesichts einer zunehmenden Zahl von Extremwetterereignissen benötigen. Sonst verschlechtere sich die Situation armer und marginalisierter Kinder noch weiter. Der UNICEF-Exekutivdirektor Anthony Lake erklärte 2014: „Der Klimawandel vergrößert Ungleichheiten und spitzt sie zu.“

Projekte und Advocacyarbeit

Zu den Schwerpunkten der Arbeit des UN-Kinderhilfswerks in Entwicklungsländern gehören Programme, die die Verletzlichkeit von Kindern durch die Folgen des Klimawandels vermindern und den Klimawandel begrenzen. Gut ernährte und gesunde Kinder können Extremwetterereignisse besser überleben als ohnehin geschwächte. Umweltfreundliche Öfen senken die Risiken einer Gesundheitsschädigung durch Rauch und tragen gleichzeitig zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen bei. Ein Beispiel für das breit angelegte UNICEF-Klimaengagement ist die Mitwirkung an Klimaanpassungsprogrammen in Nigeria. Hierzu liegt eine Fallstudie vor.

Bei internationalen Klimaverhandlungen setzt UNICEF sich für eine drastische Verminderung des Ausstoßes von Treibhausgasen und eine stärkere Beachtung der Folgen des nicht mehr zu verhindernden Klimawandels auf Kinder ein. Eine wirtschaftliche Entwicklung mit geringen Emissionen wird als entscheidend für die Zukunft der Kinder angesehen und soll verknüpft werden mit einem Weg zu einer umfassenden nachhaltigen Entwicklung.

UNICEF-Klimabotschafter vertreten die Anliegen von Kindern und Jugendlichen

UNICEF bemüht sich, Kinder und Jugendliche in Initiativen zum Klimaschutz einzubeziehen. So gibt es in einer wachsenden Zahl von Ländern Klimabotschafterinnen und -botschafter, die ihre Anliegen in Medien und Politik vertreten und Initiativen für den Klimaschutz ins Leben rufen. Allein in Sambia werden jedes Jahr 200 Kinder zu Klimabotschaftern ausgebildet. Sie sind inzwischen in allen Provinzen des Landes aktiv.

Die Botschafterinnen und Botschafter beteiligen sich daran, die Folgen des Klimawandels in ihrem Land aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen zu analysieren und Vorschläge für eine wirksame Klimapolitik zu erarbeiten. Sie vermitteln ihre Erkenntnisse in Schulen und Radioprogrammen, aber auch in Gesprächen mit Politikern. Die Kinderbotschafter vertreten ihre Anliegen auch bei internationalen Konferenzen.

Mehr Informationen zum UNICEF-Klimaengagement finden Sie auf der Website des Kinderhilfswerkes unter dem Themenschwerpunkt „Environment and climate change“.

Deutschsprachige Informationen finden Sie auf der Website von UNICEF Deutschland.