Auswirkungen und Anpassung

Walschädel in der Antarktis. Foto: Dr. Lars Bayer

Die Welt kann gefährliche Klimaänderungen nicht mehr abwenden, wenn sie nicht umgehend etwas für den Klimaschutz unternimmt. Doch auch der strengste Klimaschutz wird nicht ausreichen, um Rückschlage bei der menschlichen Entwicklung zu verhindern. Aufgrund der Trägheit, die Klimasystemen innewohnt und der zeitlichen Verzögerung der Wirkung von Klimaschutzmaßnahmen steuert die Welt bereits jetzt auf eine weitere Erwärmung zu. In der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts gibt es keine Alternative zur Anpassung an den Klimawandel.

Die reichen Länder haben bereits erkannt, dass Anpassung unerlässlich ist. Viele von ihnen investieren hohe Summen in die Entwicklung einer Klimaschutzinfrastruktur. Nationale Strategien werden entworfen, um künftig für extremere und weniger berechenbare Witterungsverläufe gewappnet zu sein.

Die neusten Untersuchungen der Klimaforscher lassen vermuten, dass sich der Klimawandel in einem erheblich schnelleren Maße vollziehen könnte, als bisher angenommen. Besorgnis erregend ist vor allem das Tempo mit dem die arktischen Gletscher abschmelzen.
Ging man bisher davon aus, dass sich größere Temperaturänderungen über einen Zeitraum von Jahrhunderten ereignen, so zeigen die klimageschichtlichen Analysen arktischer Bohrkerne, dass es erhebliche Temperaturschwankungen innerhalb von nur wenigen Jahren im Bereich von +5° gegeben hat.
In diesem Zusammenhang sind die Szenarien des Weltklimarates (IPCC) in die Diskussion gekommen, die u.a. im Bericht über die menschliche Entwicklung 2007/2008 veröffentlicht wurden. Manche Wissenschaftler halten selbst die pessimistischsten Prognosen noch für zu positiv.

In der linken Spalte finden Sie zwei der oben erwähnten Grafiken. (DD)

Der Anstieg des Meeresspiegels – Eine Infografik vom Team vouchercloud

Um Der Anstieg des Meeresspiegels auf ihrer Seite einzubinden, kopieren Sie folgenden Code:

Gesundheit und Klimawandel

Weltgesundheitsorganisation WHO

Logo WHO

Die primäre Aufgabe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besteht darin, dafür Sorge zu tragen, dass alle Menschen den höchstmöglichen Grad an Gesundheit erreichen können. Gesundheit wird von der WHO als Zustand eines vollständigen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens definiert und nicht als eine bloße Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechlichkeit.

Die Folgen des globalen Klimawandels wirken sich ganz direkt auf die Gesundheitssituation von vielen Millionen Menschen aus, z.B. durch die Zunahme von Extremwetterereignissen und die Verknappung der Wasserressourcen als Folge sinkender Niederschläge. Deshalb beschäftigt sich die WHO seit einigen Jahren intensiv mit den Folgen des globalen Klimawandels, wobei die besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppen im Mittelpunkt des Interesses und des Engagements stehen.

weiterlesen

 

UN-Habitat: Städte fit machen für die Folgen des Klimawandels

Logo UN-HABITAT

Bis zu 70% aller klimaschädlichen Emissionen entstehen in Städten. Präziser lässt sich dies nach Einschätzung der Fachleute von UN-HABITAT nicht sagen, die den 2011 erschienenen Bericht „Cities and Climate Change“ erarbeitet haben.

Da die Hälfte der Menschheit in Städten lebt, lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit sagen, dass jeder Städter deutlich mehr zum globalen Klimawandel beiträgt als ein Bewohner ländlicher Gebiete. Deshalb strebt das „United Nations Human Settlements Programme“ die Verminderung des Klima-Fußabdruckes der Städte an. Ebenso gilt es, die Städte dabei zu unterstützen, mit den nicht mehr abwendbaren Folgen des globalen Klimawandels fertig zu werden.

Das „Programm der Vereinten Nationen für menschliche Siedlungen“ ist seit 2001 ein eigenständiges UN-Programm. Es hat das Ziel, sozial und ökologisch nachhaltige Städte zu fördern, in denen alle eine angemessene Unterkunft finden.

weiterlesen

 

UNCCD: Ein Stopp der Wüstenausbreitung nützt auch dem Klima

Logo

Die „Verwüstung“ großer Trockengebiete auf der Welt wird durch den globalen Klimawandel beschleunigt, und zugleich verstärkt die Zerstörung der Vegetation und der Böden der Trockengebiete den Klimawandel. Deshalb ist die Erhaltung von Trockengebieten ein wichtiger Beitrag zur Begrenzung des globalen Klimawandels und seiner Folgen. Aus dieser Überzeugung heraus engagieren sich die 193 Unterzeichnerstaaten des „Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung“ (United Nations Convention to Combat Desertification – UNCCD)  für eine stärkere Verknüpfung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Wüsten mit den Initiativen zum globalen Klimaschutz.

weiterlesen